Hauptfutter

Das richtige Futter für uns Pferde zu finden, ist garnicht so schwer wie die meisten Menschen denken. Ihr Menschen macht euch dass nur so kompliziert. Mit ein bisschen Wissen über unsere Verdauung, wäre es so einfach.
Grundsätzlich fressen wir Pferde Gräser und Kräuter in verschiedenen Formen.
Unsere freilebenden Vorfahren hatten es in dieser Beziehung richtig gut. Wir bekommen heute meist nur noch Abfälle aus der Mastvieh-Haltung und der Nahrungsmittelindustrie.
Kaum ein Pferdehalter hält es für nötig einmal im Jahr Gras- und Kräutersamen auf die Pfedekoppeln zu streuen. Nein, da werden wir Pferde auf ehemalige Rinderweiden gestellt, auf denen nur noch Mastfutter wächst und die Menschen schimpfen über die daraus folgende Gewichtszunahme bei uns. Nach der Überweidung durch uns Pferde, wachsen dann auf diesen Flächen auch noch Ampfer, Disteln, Hahnenfuß und andere unschöne Pflanzen. Die überwiegende Zeit des Tages müssen wir Pferde etwas fressen, da unser Magen sonst durch die überschüssige Magensäure Entzündungen und Geschwüre bekommt. Deswegen muss unser Rauhfutter unbedingt energiearm und faserreich sein!
Als kleine Hilfe soll euch diese kleine Formel dienen:
Pro 100 kg Körpergewicht = 1,5 kg Heu + etwas Stroh als grobfasrige Ergänzung
Wenn ihr Menschen uns als sogenannte Sport- oder Arbeitspferde haltet, braucht unser Körper natürlich auch mehr Energie. Aber deswegen muss es trotzdem kein Mastfutter sein. Unser Organismus wird dadurch träge und Krankheiten breiten sich aus.
Das Heu sollte zum passenden Schnittzeitpunkt in der richtigen Schnitthöhe geerntet werden. Der Schnittzeitpunkt wird durch die Vegetation bestimmt und liegt zwischen Ende der Gräserblüte und Beginn der Samenbildung. Dadurch wird der für uns Pferde gewünschte hohe Rohfasergehalt und gleichzeitig ein niedriger Protein- und Fruktangehalt erreicht. Das Heu sollte keine Verschmutzungen enthalten. Diese entstehen z.B. durch ein zu niedrig gefahrenes Mähwerk bei der Ernte. Schimmelpilze im Heu entstehen durch den falschen Erntezeitpunkt oder falsche Lagerung und sollten immer vermieden werden!

Gute Samenmischungen für gesunde Weideflächen sind zum Beispiel und oder .

Heucobs (größere Heupellets) kann man uns Pferden als Ersatz für frisches Heu geben.
Empfehlenswert sind Heucobs, wenn Atemwegsprobleme, Stauballergien und Husten vorliegen.  Sie sollten mindestens 20 Minuten vor der Fütterung in sauberem Wasser eingeweicht werden!

Richtig gute Heucobs gibt es hier: